Wussten Sie schon, dass eine Dichtheitsprüfung Ihrer Abwasserleitungen gemäß Hamburger Abwassergesetz bis zum 31.12.2015 vorgeschrieben ist?

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Nein! Dann lesen Sie weiter; denn Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! Hier erfahren Sie mehr über die gesetzlichen Regelungen und Fristen.

Als Pioniere im Bereich Arbeiten an Abflussanlagen beraten wir  unsere Kunden zu Themen rund um das Entwässerungssystem seit 1969.

So langsam spricht es sich herum...

Die Medien berichten darüber, die Informationsportale im Internet klären auf: Der Zustand der teilweise etliche Jahrzehnte alten privaten Abwasserleitungen ist oftmals besorgniserregend. Über Leckagen kann mit Schadstoffen belastetes Abwasser ausdringen und das Grundwasser verunreinigen. Beim Grundstückseigentümer liegt die Verantwortung für die Dichtheit seiner Abwasserleitungen.

Hintergrundinformation: Aus verschiedenen Untersuchungen sowohl in Hamburg als auch in anderen Bundesländern ist bekannt, dass ca. 30 bis 70 % der privaten Abwasserleitungen, je nach Bundesgebiet, Schäden aufweisen.

Offensichtlich ist durch die Versickerung von Abwasser ein erhebliches Schadenspotential für das Grundwasser gegeben. Dies gilt für das gesamte Stadtgebiet und stellt insbesondere in Wasserschutzgebieten ein Problem dar. In vielen Flüssen werden bereits Arzneimittel nachgewiesen, die in den Kläranlagen nicht zurückgehalten werden können. Um zu verhindern, dass diese bzw. andere Schadstoffe auch in den Untergrund und in das Grundwasser eindringen, sind dichte Abwasserleitungen unabdingbar.

Rechtliche Situation, Pflichten für private Eigentümer: Aus diesem Grund ist bundesweit nach § 18b Wasserhaushaltsgesetz in Verbindung mit DIN 1986-30 eine Erstprüfung sämtlicher Abwasserleitungen und Schächten bis spätestens zum 31.12.2015 durchzuführen.

Als einschlägige Norm wurde die DIN 1986-30 als Technische Betriebsbestimmung für Entwässerungsanlagen nach §15 Absatz 8 HmbAbwG (Hamburger Abwassergesetz) eingeführt.

Damit ist diese Norm in Hamburg verbindlich anzuwenden; sie regelt u.a. die Fristen, bis zu denen Nachweise einer Dichtheitsprüfung von den Immobilieneigentümern zu erbringen sind (Bringpflicht nach § 17b HmbAbwG).

Wo sind Dichtheitsnachweise einzureichen? Dichtheitsnachweise sind bei den Bauprüfabteilungen der Bezirks- oder Ortsämter vorzulegen.

Es muss darauf hingewiesen werden, dass ein Nichtbefolgen dieser Vorschriften als Ordnungswidrigkeit gilt, die mit Bußgeld geahndet werden kann. Sollten über undichte Abwasserleitungen Schadstoffe in den Untergrund gelangen, die zu Boden- oder Grundwasserverunreinigungen führen, kann sich der Eigentümer durch die Verletzung seiner verwaltungsrechtlichen Pflichten sogar strafbar machen.

In diesem Zusammenhang sind viele Gebäudeversicherer dazu übergegangen, ältere Abwasserrohre nur noch dann zu versichern, wenn ein Dichtheitsnachweis vorgelegt wird.

Die Gebäudeversicherer verlangen als Voraussetzung für die Mitversicherung von über 10 Jahre alten Abwasserleitungen i.d.R. einen Dichtheitsnachweis gem. DIN 1986-30, der nicht älter als 5 Jahre ist. Daher sollten Sie unverzüglich Ihre Versicherung kontaktieren, um wichtige Aspekte zu klären. Ansonsten könnten Sie beim nächsten Abwasser-Rohrschaden böse Überraschungen erleben.

Dichtheitsprüfungen sind von anerkannten Fachbetrieben — wie Abfluss-AS — durchzuführen. Der Qualität und der fachgerechten Dokumentation der Untersuchungsergebnisse kommt eine große Bedeutung zu, da die in vielen Fällen erforderlichen Reparaturen auf diesen Berichten aufbauen.

Haben Sie weitere Fragen? Auf der Abfluss-AS-Allianz Internetseite finden Sie weitere wichtige Informationen zu Themen rund um Ihr Entwässerungssystem. Selbstverständlich können Sie uns jederzeit kontaktieren — telefonisch unter 040 - 2792923. Unsere Kundenbetreuer helfen Ihnen gerne weiter.

Weiterführende Informationen: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt